Morbus Bechterew

Auch als ankylosierende Spondylitis wird der Morbus Bechterew bezeichnet. Dabei ist Morbus Bechterew eine chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung. Morbus Bechterew betrifft hierbei innere Organe (wenn auch selten), die Regenbogenhaut der Augen, die Sehnen und Sehnenansätze, die Gelenke der Extremitäten, aber vor allem die Wirbelsäule. Zu der Krankheitsgruppe der HLA-B27-assoziierten Spondylarthropathien beziehungsweise den seronegativen Spondarthritiden wird Morbus Bechterew gezählt.

In Mitteleuropa tritt Morbus Bechterew ungefähr bei 0,2 bis 0,3% der Bevölkerung in Erscheinung. Zwischen dem 16. und 45. Lebensjahr tritt die Erkrankung am häufigsten ein. Ein Maximum ist im 26. Lebensjahr festzustellen. Dabei sind Männer dreimal häufiger betroffen als Frauen.

Zu einer krankhaften Immunreaktion des Organismus, aus der sich eine chronische Entzündung, meistens der Wirbelsäule, entwickelt, führt beim Morbus Bechterew ein gestörtes Wechselspiel zwischen den genetischen Anlagen und Umwelteinflüssen.

Der Gewebemarker HLA-B27, der ein HLA-Klasse-I-Molekül ist und nur bei etwa 7 bis 8% der gesunden Bevölkerung vorkommt, besitzen 95% der Betroffenen mit Morbus Bechterew. Dabei sind die HLA-Klasse-I-Moleküle Oberflächenmoleküle und auf fast allen Körperzellen vorhanden. Sie spielen dabei eine wichtige Rolle bei der Infektionsabwehr.

Denn sie spielen eine gewichtige Rolle wie das Immunsystem bei der Infektionsabwehr zwischen fremd und eigen unterscheidet. Sie sind von Individuum zu Individuum unterschiedlich und bleiben aber ähnlich wie die Blutgruppen bei jedem Menschen das ganze Leben gleich. In manchen Familien kommt HLA-B27 gehäuft vor.