Gebärmutterentzündung - Was ist das?

Durch Bakterieninfektionen, vor allem Chlaydien und Gonokokken entsteht die Gebärmutterentzündung (Zervizitis, Endometritis). Von der Scheide ausgehend bahnen sich die Keime über den Gebärmutterhals ihren Weg in die Gebärmutter. Da sich die Bakterien sonst auch in die Eileiter ausbreiten und die wesentlich gefährlichere Eileiterentzündung hervorrufen können, sollte die Gebärmutterentzündung auf jeden Fall behandelt werden, auch wenn die Entzündung oft keine schwer wiegenden Beschwerden bewirkt.

Ohne Folgeerscheinungen kann die Gebärmutterentzündung ausgeheilt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt und therapiert wird. Meistens breitet sich die Gebärmutterentzündung vom Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle aus. Es besteht die Gefahr, dass sich eine Eileiterentzündung entwickelt, wenn die Infektion weiter wandert. Häufig tritt die akute Entzündung des Gebärmutterhalses bei jungen, sexuell aktiven, nicht schwangeren Frauen auf.

Oft stellt Gebärmutterentzündung gerade in dieser Gruppe nur ein Übergangstadium zur Eileiterentzündung dar. Die Gefährdung nimmt mit zunehmendem Alter ab. Der Muttermund, der die Keime aus der Scheide davon abhält, weiter vorzudringen, stellt normalerweise eine Schutzbarriere dar. Wenn die Barriere durchbrochen wird oder wenn zu viele Keime vorhanden sind, kann dieser Schutz allerdings verloren gehen.

Durch diagnostische oder therapeutische Eingriffe in der Gebärmutter, bei der Regelblutung, bei Abtreibung, Fehlgeburt oder Geburt kann ein Durchbruch der Schutzbarriere die Konsequenz sein. Die Gebärmutterentzündung ist spezielle nach der Geburt und im Wochenbett eine gefährliche Krankheit. Mit einer langwierigen und gefährlichen Erkrankung kann im Wochenbett eine Entzündung der Muskelschicht der Gebärmutterschleimhaut ebenfalls einhergehen.