Fettleber

Zu einer Einlagerung von so genannten Neutralfetten in die Leberzellen kommt es bei einer Verfettung der Leber. Wenn die Produktion und die Zufuhr von Fetten deren Abbau überschreitet, tritt die Fettleber auf. Eine leichte Fettleber liegt bereits vor, wenn ein Drittel der Leberzellen Fettablagerungen aufweisen. Ab zwei Dritteln liegt eine mäßige Fettleber vor, bei mehr als zwei Dritteln ist eine starke Fettleber die Konsequenz.

Eine sehr häufige Erkrankung ist die Fettleber in den westlichen Industrieländern. In Diabetes mellitus, Adipositas und Alkoholismus hat die Fettleber ihre wesentlichen Ursachen. Zur Ausbildung einer Fettleber können auch bestimmte Medikamente, Mangelernährung und Gifte wie beispielsweise Pilzgifte, führen. Die schwangerschaftsbedingte Fettleber stellt eine besondere Form der Fettleber dar.

Vom Ausmaß der Verfettung und von der zu Grunde liegenden Erkrankung hängen die Symptome der Fettleber ab. Sie reichen vom leichten Druckgefühl bis hin zu starken Schmerzen im rechten Oberbauch. Anhand der Krankengeschichte des Patienten, einer Ultraschalluntersuchung des Bauches, bestimmter Laborwerte und der Befunde der körperlichen Untersuchung, wird hier die Diagnose der Fettleber gestellt.

In unklaren Fällen kann darüber hinaus die Entnahme von Gewebe mit Hilfe einer Interpunktion Aufschluss über die Ursachen der Fettleber geben. Nicht notwendig ist eine spezifische medikamentöse Behandlung der Fettleber. Zusätzliche Schädigungen der Leber wie Leberzirrhose oder Fettleberentzündung treten im Verlauf der Erkrankung jedoch häufig auf.

In Alkoholabstinenz, Vermeidung der leberschädigenden Gifte oder Gewichtsabnahme bestehen deshalb die wesentlichen Behandlungsmaßnahmen je nach Ursache der Fettleber.