Diarrhöe

Diarrhöe auch Durchfall sind mehr als drei ungeformte, dünnflüssige Stühle täglich. Je nach zeitlichem Verlauf unterscheidet man zwischen akuter und chronischer (länger als einem Monat anhaltender) Diarrhöe. Häufige Ursache für akute Diarrhöen sind bakterielle oder virale Magendarminfektionen, Lebensmittelvergiftungen, Einnahme von Arzneimitteln mit abführender Wirkung (beispielsweise Abführmittel, Antibiotika), psychische Einflüsse, zum Beispiel Angst.

Chronische Diarrhöen sind oft funktionell bedingt, das heißt es kann trotz Untersuchung keine Ursache gefunden. Seltene Ursachen sind zum Beispiel Malabsorption oder Damentuberkulose. Blutige Diarrhöen beginnen oft akut, ziehen sich aber unbehandelt - je nach Ursache - auch über Wochen hin. Ursachen hierfür sind schwere Magendarminfektion, zum Beispiel mit Campylobacter, Shigellen, Salmonellen, im Krankenhaus nicht selten auch eine pseudomembranöse Kolitis als Arzneimittelnebenwirkung, bei der das Bakterium Clostridium difficile die Dameflora überwuchert, Divertikulitiden oder chronischen-entzündliche Dickdarmerkrankungen, einengende Karzinome und Polypen, alle übrigen Ursachen des Teerstuhls.

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Begleitsymptome wer Diarrhöe sind zum Beispiel krampfartige Bauchschmerzen, Exsikkose, Elektrolytverlust, körperliche Schwäche, Appetitlosigkeit und eventuell Fieber. Neben einer ausführlichen Anamnese und körperlicher Untersuchung des Patienten ist eine Inspektion des Stuhls unverzichtbar. Bei blutigem Stuhl und länger andauerndem Durchfall werden Stuhlproben mikrobiologisch untersucht. Bei einigen Durchfallerkrankungen können mit serologischen Methoden Antikörper gegen Erreger (beispielsweise Amöben) nachgewiesen werden. Eine Rekto-, Sigmoido- und/oder Koloskopie mit Biopsie sowie ein Kolonkontrasteinlauf zur röntgenologischen Darstellung des Darms schließen sich bei unklaren Fällen chronischen Durchfalls an. Therapie und Pflege entsprechenden den Maßnahmen infektiöser Diarrhöen.