Darmverschluss

Als Darmverschluss oder auch als Ileus wird eine komplette Unterbrechung der normalen Dammpassage bezeichnet. Subileus nennt man den inkompletten Verschluss des Darms. Vom griechischen Wort "ileus" wurde das Wort abgeleitet, das übersetzt "voll Schlamm" bedeutet. Es kommt zu einem Stau vor dem Passagehindernis, wenn die Darmpassage behindert oder unterbrochen ist und der Nahrungsbrei nicht weiter transportiert werden kann.

Der Darm ist insgesamt ca. 5 m lang. Vereinfacht kann man ihn sich als langen Schlauch vorstellen. Unterteilt wird der Damen in Dünndarm und Dickdarm. Ungefähr 3 m ist der Dünndarm lang. Am Ausgang des Magens beginnt der Dünndarm. Im Anschluss an den Magen folgt der Zwölffingerdarm, das Duodenum, welches der erste und kürzeste Teil des Dünndarms ist. Als weitere Teile des Dünndarms folgen das Jejunum, das man auch als Leedarm bezeichnet, sowie das Ileum, der so genannte Krummdarm.

Im rechten Unterbauch liegen der Übergang zwischen Dünndarm und Dickdarm. In der Fachsprache heißt der Dickdarm, der 1,5 bis 1,8 m lang ist, Kolon. Wie ein breites, auf den Kopf gestelltes "U", liegt das Kolon im Bauch. Dabei wird dieses Kolon in mehrere Abschnitte unterteilt. Es existiert ein absteigender Teil, ein quer verlaufener Teil sowie ein aufsteigender Teil. Das Sigmoid, ein kurzer S-förmiger Teil, schließt sich daran an. Rektum wird der letzte Abschnitt vor dem Anus genannt.

Im Bauchraum muss der Darm so gefestigt sein, dass er sich nicht verschlingt oder verdreht, aber er muss auch relativ frei beweglich sein. Ein breites Band aus Bindegewebe fächert sich von der Bauchhinterwand auf. Dieses Bindegewebe befestigt den Damm im Bauch. Gefäße verlaufen außerdem in diesem Band zum Darm. Darmgekröse oder Mesenterium nennt man dieses Band. Nun besteht die Aufgabe des Darms darin, die im Magen begonnene Verdauung fortzuführen. Außerdem soll der Darm darüber hinaus Bestandteile resorbieren. Als Faeces beziehungsweise Kot werden die unverdaulichen Anteile ausgeschieden.