Cluster Kopfschmerz und trigeminautonome Kopfschmerzen

Eine neu definierte Gruppe, die so genannten trigeminautonomen Kopfschmerzen (TAK) wird in der 2003 überarbeiten Klassifikation der IHS (International Headache Society) zusammenfasst. Zwei Dinge haben alle Kochschmerzsyndrome dieser Gruppe gemeinsam: die obligat vorhanden autonomen Begleitsymptome und die meist kurz dauernden Schmerzattacken.

Streng ipsilateral zum Schmerz treten die autonomen Begleitsymptome wie Lidschwellung, nasale Kongestition, Rhinorrhoe, konjunktivale Injektion und Lakrimation auf. In 3% der Fälle fehlen sie. Dabei wird der Cluster Kopfschmerz in der neuen IAS Klassifikation mit zwei anderen Kopfschmerzsyndromen (paroxsymale Hemikranien und SUNCT-Syndrom) zur Gruppe der autonomen Kopfschmerzen zusammenfasst.

Eine Tiefenhirnsstimulation des posterioren, inferioren Hypothalamus ist in therapiefraktären Fällen erfolgreich durchgeführt worden. Die Substanzen mit der besten Wirksamkeit in akuten Cluster Kopfschmerzattacken sind die parenteral wirkenden 5-HT1B /D-Agonisten Sumatriptan (6 mg s.c.) und Zolmitripan (5 bis 10 mg nasal). Nur bei langen Attacken ist eine orale Applikation eines Triptans sinnvoll. Bei 60 bis 70% der Clusterpatienten ist die Inhalation von 100 Prozent Sauerstoff über Gesichtsmaske (7 bis 15 l pro Minute über 15 bis 20 Minuten) wirksam.

In der Regel nur kurzfristig (weniger als 14 Tage) sollten wirksame Kortikoide verwendet werden. In der prophylaktischen Behandlung ist Verapamil die Substanz der ersten Wahl. Mittel der zweiten Wahl in der prophylaktischen Behandlung sind Lithium und Topiramat. In der Behandlung der episodischen und chronischen paroxysmalen Hemikranie ist Indomethacin Mittel der ersten Wahl, während Lamotrigin Mittel der Wahl in der Behandlung des SUNCT Syndroms darstellt.