Chronische Müdigkeit - Eisenmangel

Wenn Sie oft müde und abgeschlagen sind, ihre Konzentration und Leistungsfähigkeit schnell nachlässt und auch mehrere Tassen Kaffee nichts mehr ausrichten können, obwohl sie eigentlich kerngesund sind, leiden sie vermutlich unter Eisenmangel, der in den westlichen Industrieländern zu den häufigsten Mangelerscheinungen zählt.

Unsere Zellen erhalten ohne Eisen keinen Sauerstoff und damit bekommt unser Körper keine neue Energie. Ein Bestandteil des roten Farbstoffs Hämoglobin ist Eisen. Damit in unseren Zellen neue Energie produziert wird, transportiert das Hämoglobin Sauerstoff zu den Zellen. Außerdem ist Eisen für viele Stoffwechselprozesse unabdingbar. Aufgrund ihrer monatlichen Regelblutung haben Frauen mit 15 bis 18 mg pro Tag einen höherem Bedarf an Eisen als Männer mit rund 12 mg täglich.

Typische Symptome des Eisenmangels sind unter anderem die so genannte Anämie (Blutarmut), Leistungsabfall, Blässe, Konzentrationsstörungen und chronische Müdigkeit. Frauen sind Risikogruppe Nummer 1, da sie bedingt durch ihre Regelblutung erhöhten Eisenbedarf haben als Männer. Frauen verlieren über den Blutverlust jeden Monat Eisen. Junge Frauen, deren Wachstum noch zusätzliche Eisenreserven erfordert, sind besonders gefährdet.

Mädchen und Frauen machen außerdem häufiger Diät als Männer oder ernähren sich vegetarisch, so dass auch dort ein Eisenmangel einher geht. Denn hauptsächliche Eisenlieferanten sind in erster Linie Fisch und Fleisch. Dagegen werden Eisen aus pflanzlicher Herkunft vom Körper schwer verwertet. Zusätzlich hemmen bestimmte Stoffe wie beispielsweise die Tannine in Tee und Kaffee oder das Phytin im Getreide die Aufnahme, also die Resorption, des Spurenelementes Eisen.

Über ständige Müdigkeit klagen immer mehr gesunde Frauen, dies hat eine neue Studie ergeben. Dabei wurde auch festgestellt, dass die meisten Frauen geringe Eisenwerte im Blut aufzuweisen hatten und so chronisch müde waren.