Cholera

Eine durch das Bakterium Vibrio cholerae ausgelöste Durchfallerkrankung, ist die Cholera. Die Cholera ist in bis zu 60% der Fälle tödlich, wenn sie unbehandelt bleibt. In erster Linie erfolgt die Übertragung der Bakterien durch mit Fäkalien verschmutztes Trinkwasser. Das Gift Exotoxin wird dabei von den Vibrionen gebildet. Dies führt im Darm zu massiven Flüssigkeitsverlusten.

Bis zu 20 Liter pro Tag, kann ein an Cholera erkrankter Mensch dabei verlieren. Plötzlich einsetzende, schmerzlose wässrige Durchfälle (Reiswasserstuhl) sind typisch für Cholera. Übelkeit und eventuell Erbrechen treten auf, Fieber meistens nicht. Zu einer Entgleisung des Stoffwechsels bis hin zum Schock und zu Muskelkrämpfen kommt es durch den großen Verlust an Flüssigkeit und Mineralien (Elektrolyte).

Durch Nierenversagen oder Kreislaufkollaps sterben unbehandelte Erkrankte an Cholera. Der schnellstmögliche Ersatz von Elektrolyten und Flüssigkeit ist die wichtigste Therapie bei Cholera. Vor allem Infusionen und Trinklösungen stehen hierfür zur Verfügung. Die Sterblichkeitsrate liegt unter einem Prozent, wenn die sofortige und korrekte Behandlung erfolgt. Vor allem in Südostasien, Südamerika und Afrika tritt die Cholera seit 1991 auf.

Einzelfälle werden aber auch in Deutschland gemeldet. Nur in Ausnahmefällen werden die in ihrer Wirksamkeit fragwürdigen Cholera-Impfstoffe vergeben. Auf Reisen sollte man immer an die Lebensmittelhygiene denken (beispielsweise nur gefiltertes Trinkwasser zu sich nehmen), da dies die wichtigste Vorbeugung im Hinblick auf eine Choleraerkrankung darstellt. Die so genannte Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis hin zum Ausbruch der Krankheit, beträgt bei Cholera einige Stunden bis fünf Tage.