China-Restaurant Syndrom

Das China-Restaurant Syndrom beschreibt das Phänomen, dass die davon Betroffenen mit den Nahrungsmittelzusätzen der chinesischen Küche nicht zurecht kommen. Denn in der chinesischen Küche werden Nahrungsmittelzusätze als Geschmacksverstärker (beispielsweise Tartrazin/E 102) oder zum Färben von Speisen benutzt. Außerdem besitzen viele Lebensmittel in der chinesischen Küche einen sehr hohen Glutaminsäuregehalt.

Diese Nahrungsmittelzusätze als Geschmacksverstärker oder zum Färben von Speisen sind beispielsweise in Sojasoße, Weizen und Mais enthalten. Akute Symptome sind nach 0,5 bis zwei Stunden nach Aufnahme von Nahrung aus der chinesischen Küche möglicherweise Taubheitsgefühl im Bereich von Nacken und Armen, gesteigerte Pulsfrequenz, Kopfschmerzen, Schwäche, Schwitzen oder Übelkeit. Diese akuten Symptome dauern etwa zwei Stunden an. Außerdem kann es im Rahmen einer so genannten pseudoallergischen Reaktion zu Blutdruckabfall, Durchfall, Schnupfen, Juckreiz oder Hautausschlag kommen.

Nach etwa 1 bis 12 Stunden kann es bei Asthmatikern zur Auslösung eines Asthmaanfalles kommen. Chronische Symptome des China-Restaurant Syndroms sind bisher nicht bekannt. Ebenso ist eine Therapie in der Regel nicht notwendig. Gegebenenfalls sind symptomatische Maßnahmen bei heftigen akuten Beschwerden von Nöten, beziehungsweise bei Asthmaanfall die Therapie desselben. Um dem China-Restaurant Syndrom vorzubeugen, sollte man exzessive Mengen der oben genannten Lebensmittel, vor allem Sojasoße, meiden. Personen, die unter Asthma leiden, sollten weitestgehend auf die oben genannten Lebensmittel verzichten.