Blutarmut

Die Anämie ist eine Blutarmut und dabei eine Erkrankung, bei der das Blut seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen kann, also kein Mangel an Blut an sich. Dabei liegen verschiedene Formen von Anämien vor. Beispielsweise sind zu wenig sauerstoffbindender Blutfarbstoff (Hämoglobin) oder zu wenige Blutkörperchen (Erythrozyten) vorhanden. Unterschiedlich wird das Krankheitsbild der Blutarmut von Fachleuten eingeteilt. Sie differenzieren also die Anämie vor allem nach dem Aussehen der roten Blutkörperchen und dem Gehalt an Hämoglobin. Unterschiedliche Ursachen haben die verschiedenen Formen der Anämie. Anämie gehen zurück auf akute und chronische Blutungen, auf eine unzureichende Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark, ihrem frühzeitigen Zerfall oder auf defektes Hämoglobin. Das äußere Erscheinungsbild der Erkrankung ist immer gleich, egal um welche Form von Anämie es sich handelt. Die blasse Haut und Schleimhaut fällt besonders bei blutarmen Patienten auf.

Die Betroffenen sind wenig belastbar, fühlen sich schwach und ermüden rasch. Schnell geht ihnen auch die Puste aus. An einer Blutarmut zu erkranken, sind besonders Krebspatienten, Senioren und Schwangere gefährdet. Doch nicht jeder Patient, der blass ist und über Schwindel und Kopfschmerzen klagt, muss zwingend an einer Anämie leiden. Die genaue Diagnose gehört in die Hand eines Facharztes, da eine Anämie nicht immer mit ausgeprägten Symptomen einhergeht. Die jeweiligen Risikofaktoren müssen ausgeschaltet werden, um zu verhindern, dass sie einer Anämie entwickelt. Keine Vorbeugung gibt es für die meisten Formen hämolytischer Anämien, wie die Thallassämie oder die Sichelzellanämie. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit anämischer Patienten lässt nach, weil die Gewebe bei einer Anämie nicht mehr oder nur ungenügend mit Sauerstoff versorgt werden. Medikamentös lassen sich die meisten Formen einer Blutarmut behandeln. Je nach Ursache der Anämien ist die Wahl der Therapie unterschiedlich.