Aspiration

Bei der Aspirationen gelangen während des Einatmens flüssige oder feste Stoffe in die Atemwege und verlegen diese teilweise oder komplett. Da der rechte Hauptbronchus weiter ist als der linke, rutschen feste Fremdkörper wesentlich häufiger in den rechten Hauptbronchus als in den linken. Besonders gefährdet sind Kranke mit fehlenden Reflexen, so etwa Bewusstlose oder Narkosepatienten. Die Beschwerden des Patienten sind sehr unterschiedlichen und reichen von völliger Beschwerdefreiheit nach Verschlucken über Husten, Stridor und Luftnot bis zur Zyanose und Atemstillstand. Wird die Aspiration nicht sofort diagnostiziert, entwickelt sich bei vielen Patienten in verlegten Lungenabschnitten eine Aspirationspneumonie, die zur Abszedierung neigt. Besonders ernst ist die Magensaftaspiration, die zu einem akuten Lungenödem führen kann (Mendelson-Syndrom). Die Diagnose wird klinisch durch Röntgen der Lunge sowie Laryngoskopie oder Bronchoskopie gestellt. Die Behandlung besteht in der bronchoskopischen Entfernung des Fremdkörpers. Bei einer Aspiration muss Antibiotika gegeben werden.