Arteriosklerose

Die Verengung von Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutgerinnseln, Bindegewebe und Kalk an den Gefäßwänden wird als Arteriosklerose beziehungsweise als Atherosklerose bezeichnet. Der Volksmund sagt auch Arterienverkalkung dazu. Alle Arterien im Körper kann die Arteriosklerose betreffen. Außerdem ist die Arteriosklerose Ursache für Schlaganfall und Herzinfarkt. Trotz der Zunahme bösartiger Tumore ist die Arteriosklerose mit ihren gefürchteten Folgeerkrankungen immer noch die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht und Rauchen gelten als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung der Arteriosklerose. Neue Medikamente hat die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Arterioskleroseforschung hervorgebracht. Sie sind in der Lage Arteriosklerose arteriosklerotische Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße (Plaques) zu stabilisieren beziehungsweise bei geringen Nebenwirkungen die Thrombusbildung zu bremsen.

Eine besondere, ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und die Vermeidung von Risikofaktoren ist der wirkungsvollste Beitrag zur Vorbeugung einer Arteriosklerose. Zahlreiche Theorien wurden entwickelt, um die Ursache der Arteriosklerose zu klären. Die Lipidtheorie ist dabei die bekannteste Theorie. Das so genannte LDL-Cholesterin ist hierbei der entscheidende Auslöser. Beim gesunden Menschen wird Cholesterin etwa zu einem Drittel mit der Nahrung aufgenommen. Zu zwei Dritteln produziert der Körper das Cholesterin selber. Benötigt wird es unter anderem für die Synthese von Sexualhormonen und Gallensäuren. Cholesterin und andere Blutfette (Triglyzeride) werden im Blut an den so genannten Lipoproteinen (Transporteiweiße) gebunden. Man unterscheidet dabei zwischen VLDL (very low density liporoteine), LDL (low density lipoproteine) und HDL (high density lipoproteine). Dies geschieht auf der Basis der Zusammensetzung und Dichte der Lipoproteine. An der Entstehung der Arteriosklerose ist aus heutiger Sicht das an LDL gebundene Cholesterin maßgebend beteiligt. Deshalb bezeichnet der Volksmund es auch häufig als das Schlechtwettergeldcholesterin.