ARDS

ARDS (adult respiratory distress syndrom, deutsch: akutes Lungenversagen des Erwachsenen, Schocklunge oder hyalines Membran-Syndrom) ist eine schwere Lungenerkrankung mit akuter respiratorischer Insuffizienz, die oft als Folge eines länger andauern Schocks jeglicher Ursache eintritt. Außerdem können Rauchvergiftungen, Inhalation von Atemgiften (beispielsweise Rauchvergiftung) Aspiration von Magensaft, Traumen oder Stoffwechselentgleisungen (beispielsweise Urämie) neben einem Schock zum adult respiratory distress syndrom (ARDS) führen.

Respiratorische Alkalose, Hypoxie und Hyperventilation sind zunächst Symptome und Untersuchungsbefunde des adult respiratory distress syndrom (ARDS). Lungen-ödem und respiratorische Globalinsuffizienz folgen. Die Krankheitserscheinungen können je nach Ursache und Ausmaß der Schädigung sofort oder nach einer Latenz von wenigen Stunden bzw. mehreren Tagen eintreten. Durch Lungenfunktionsprüfung, Röntgenaufnahme des Thorax, BAG oder Anamnese wird die Diagnose gestellt.

Wegen der Schwere des Krankheitsbildes muss die Behandlung bereits bei Verdacht beginnen. Hochl dosiert inhalative Glukokortikoide können im Anfangsstadium zum Beispiel bei Patienten nach Rauchexposition gegeben werden. Intensivbehandlung, Antibiotikagabe, Beatmung und Schockbekämpfung sind in späteren Stadien erforderlich. Mit einer Sterblichkeit von bis zu 90 Prozent ist eine Prognose sehr ernst. Viele Patienten sterben an Multiorganversagen.

Vor allem regelmäßige Umlagerung der Patienten, Thromboseprophylaxe (low-dose Heparin) und Flüssigkeitsbilanzierung sind ein pflegerisches Muss bei der Behandlung des adult respiratory distress syndrom (ARDS). Bei der Röntgenaufnahme des Thorax sieht man einen Pleuraerguss. Das seitliche ansteigen der glatt begrenzten Verschattung ist typisch für einen Pleuraerguss beim adult respiratory distress syndrom (ARDS).