Alkoholismus / Alkoholabhängigkeitssyndrom (Alkoholabhängigkeit)

Zur körperlichen und seelischen Abhängigkeit führt final regelmäßiger Genuss von Alkohol. Unterschiedlich kann dabei die Ursache von Alkoholismus sein. Es können Veranlagung und soziale Faktoren als Auslöser infrage kommen wie auch schwierige Lebenssituationen oder Ängste. Schier endlos ist die Liste der gesundheitlichen Schäden und reicht von Schädigung des Nervensystems über Gefäß- und Magenschäden bis hin zur Fettleber. Nur mit einer Entziehungskur oder langwieriger psychologischer Hilfe ist der Sucht beizukommen. Der Besuch von Selbsthilfegruppen, nicht nur für den Kranken selbst, sondern auch für die Angehörigen, empfiehlt sich, um den Alltag zu meistern.

Die Diagnose

Dabei ist die Diagnose Alkoholiker oder alkoholabhängig nicht immer leicht zu stellen. Oft entwickelt sich die Alkoholkrankheit schleichend über Jahr und Jahrzehte. Fließend sind die Übergänge zum Missbrauch. Die Art und Weise des Alkoholtrinkens sind entscheidend und nicht Trinkmenge. Ein Alkoholabhängigkeitssyndrom (Alkoholabhängigkeit) liegt laut ICD- 10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen nach der Welthandelsorganisation, WHO) vor, wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien vorliegen:

1) starker Wunsch oder anderer Zwang zum Alkoholkonsum

2) verminderte Kontrollfähigkeit (bezüglich Beginn, Beendigung und Männer des Alkoholtrinkens), das heißt, der so genannte Kontrollverlust

3) körperliche Entzugsymptome (Zittern, Schwitzen, Schlafstörungen, Angstzustände, Unruhe, Übelkeit etc.) bei Beendigung oder Reduktion des Konsums,

4) Toleranzsteigerung des Körpers, das heißt, dass die dringt Dosis gesteigert wird, um die gleiche Wirkung zu erreichen,

5) größerer Zeitaufwand bezüglich Konsum und Beschaffung und zur Erholung von den Folgen und damit fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen

6) anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen (beispielsweise psychosoziale Folgen, Depressionen oder Leberschäden).

Der Suchtforscher Jelinek unterscheidet zwischen dem Gamma-Alkoholiker, der zeitweise mit psychischer Abhängigkeit und Kontrollverlust Abstinenzseiten einlegt, dem Delta-Alkoholiker, der oft lange unauffälliges Trinkverhalten an den Tat legt und Spiegeltrinker mit körperliche Abhängigkeit ist, der einen regelmäßigen Alkoholspiegel im Blut braucht sowie dem Epsilon-Trinker, der wochen-/monatelange Abstinenz ist und quartalsmäßig trinkt.