Achselschweiß / Sekretionsstörung

Mit einer schlicht erhöhten Körpertemperatur oder übermäßiger seelische Erregung kann es zusammenhängen, wenn die Achseln mehr Schweiß absondern. Bei Deos, die eine lang anhaltende Frisch Versprechen, sollte man vorsichtig sein. Denn sie sind mit Inhaltsstoffen bestückt, die für unsere Haut nicht immer verträglich sind. Man sollte lieber Produkte für empfindliche Haut benutzen. Man sollte nicht zu scharf essen, Salbeitee trinken, Stress vermeiden und ab und an die Rasur der Achselhaare vernachlässigen. Die Einnahme von Medikamenten, das Spritzen von Botulinumtoxin oder einer operativen Entfernung einiger Schweißdrüsen kann in schweren Fällen notwendig werden.

Dabei ist Axelschweiß eine Sekretionsstörung der Schweißdrüsen (axilläre Hyperhidrosis/extremer Axelschweiß). Ein mit unangenehmen Geruch und triefenden Kleidern einhergehendes, wenn auch nicht lebensgefährliches Problem, ist starker Axelschweiß. Außerdem ist Axelschweiß lästig und unangenehm. Meist ineffektiv sind konservative Behandlungsformen.

Bereits 2004 fanden plastische Chirurgen in einer Studie zur Schweißdrüsen-Entfernung bei Axelschweiß-Patienten heraus, dass im Vergleich zu einer offenen Operation Liposuction erheblich weniger Komplikationen verursacht. Am Ende waren 80% der Axelschweiß Liposuction Patienten mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Untersucht wurden auch andere Behandlungsmethoden.

2006 fanden Axelschweißexperten heraus, dass durch eine kleine Transversalinzision bei 93% der Patienten auch die radikale Entfernung der gesamten subkutanten Schweißdrüsen zu einem guten Ergebnis führt. Was die Geruchsbelästigung angeht, hat die Radikaloperation den Vorteil einer sehr hohen Erfolgsquote. Sehr gering sind die postoperativen Komplikationen bei dieser Form der Axelschweißbeseitigung.

Aus dem Jahr 2007 stammt die neueste Axelschweißstudie und vergleicht den Effekt von Tumeszenzliposuction und subkutante Kürettage (TLK) mit dem Effekt von Botox-Injektionen. Während Botox-Injektionen die cholinerge Übertragung hemmen, zerstören Tumeszenzliposuction und subkutante Kürettage (TLK) die Schweißdrüsen. Früher beschriebenen Maßnahmen sind beide Methoden nach Meinung der Experten vorzuziehen.