Abszess

Eine eitrige Infektion, welche durch das Eindringen von Eitererregern, so genannten Staphylokokken, in die Haut hervorrufen wird, nennt man Abszess. Dabei entsteht meist zu Beginn ein etwa Streichholzkopf großer, rundlicher Fleck auf der Haut, der innerhalb eines Tages anschwillt und zu jucken beginnt. Eiterpustel bilden sich in der Mitte des Fleckes. Nach einigen Tagen bricht bei kleineren Abszessen die Eiterpustel auf. Da sich der Eiter tief im Gewebe ausbreitet, kann bei größeren Abszessen vorkommen.

Ein Furunkel ist ein eitrig infizierter Haarbalg. Und von Kurunkel spricht man, wenn sich mehrere Furunkel dicht nebeneinander bilden und es zu größeren Schwellungen kommt. Entgegen althergebrachter Meinungen sollte man keinen Kurunkel, Furunkel oder Abszess zum Eiter entfernen aufschneiden. Denn durch das Aufschneiden kann sich die Infektion rasch noch weiter verbreiten. Vor allem bei größeren Infektionen empfiehlt es sich generell einen Arzt aufzusuchen.

Mit Kiefernadelöl, Eukalyptusöl, Kamellenöl oder Lavendelöl können kleinere Infektionen leicht behandelt werden. Die Eigenschaft, den Eiter unter der Haut zu zersetzen besitzt das Teebaumöl. Es wirkt deshalb besonders rasch. Wenn man das Teebaumöl auf einen Wattebausch nimmt, und die infektiöse Hautstelle damit mehrmals täglich betupft, sind schnell hervorragende Ergebnisse sichtbar. Dass das Teebaumöl die Haut durchdringt und bis zum Infektionsherd vorstößt, wo es seine antibiotische Wirkung einsetzen kann, wird hierdurch erreicht.

Man kann auch ein Pflaster mit Teebaumöl tränken und so die entsprechenden infizierten Hautstellen abdecken, an denen immer wieder Stoff auf der Haut scheuert, etwa am Unterschenkel des Hosenbeins. Das Pflaster sollte aber mehrmals täglich gewechselt werden. Produkte auf Basis des Aloe Vera Saftes haben ebenfalls heilende Kraft und wirken auch vorbeugend. Möglichst hygienisch und rein zu halten sind dabei die persönliche Umgebung, also Zimmer, Wohnung, Haus und Bad. Dies ist sehr wichtig.